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13. Sympatex BIKE Festival Willingen powered by NISSAN

Willingen kürt 4X-Europameister; World Cup 2011 ist das Ziel
15. Juni 2010. Rund 30.000 Festival-Besuchern wurde vom 11. bis 13. Juni beim 13. Sympatex BIKE Festival Willingen powered by Nissan wieder absoluter Top-Sport geboten. Mit der UEC Europameisterschaft im 4X konnten Organisation und Veranstalter erneut ein neues sportliches Highlight im Rahmen des Symaptex BIKE Festivals in Willingen integrieren. Am Ende holte sich der Niederländer Joost Wichmann den EM-Titel. Aber auch die deutschen Fahrerinnen und Fahrer und konnten in den unterschiedlichen Disziplinen Marathon, 4X, Enduro und Downhill überzeugen und gute Resultate abliefern. Darüber hinaus bot die große Messe mit 200 Ausstellern und 600 Marken unterhalb der Ettelsberg Talstation nahezu alles, was der Mountainbike-Sport zu bieten hat. Mit mehr als 29.000 Besuchern und über 3.000 aktiven Teilnehmern zählt das Sympatex BIKE Festival Willingen powered by Nissan auch 2010 zu den Top-Mounatinbike-Events in Europa.

Bei der offiziellen Festivaleröffnung am Freitag lobte BIKE-Verleger Konrad Delius vor allem den hervorragenden Einsatz der Gemeinde und der vielen Helfer vor Ort. Außerdem stellte er noch einmal die große Bedeutung der Europameisterschaft im 4X in Bezug auf das Festival und den Ort Willingen heraus. „Dass wir in diesem Jahr erstmals eine EM hier in Willingen ausrichten können, spricht für die hohe Qualität und Akzeptanz des Willinger BIKE Festivals“, so Verleger Delius.

Während die Elite der 4Xer den ersten Festivaltag intensiv nutzen konnte, um bei herrlichem Sonnenschein zu trainieren, mussten die Dirtbiker ihre Trainings-Session aufgrund des starken Windes zunächst verschieben. Viele Festival-Besucher nutzten die Zeit und schlenderten über die große Expo und informierten sich über die Neuheiten und Trends aus der Welt des Mountainbike-Sports.

Am Samstagmorgen pünktlich um 7.30 Uhr gab Dirk Janz von Rocky Mountain den Startschuss für den Rocky Mountain BIKE Marathons powered by Vaude. Für 1.773 Teilnehmer standen drei Distanzen von 50 km, 93 km oder 123 km zur Auswahl. Alban Lakata vom Team Topeak Ergon-Racing gewann nach 2009 erneut die große Runde über 123 Kilometer in einer hervorragenden Zeit von 4:48.40,2 Stunden. Damit verbesserte der Österreicher seine Vorjahreszeit um knapp zwei Minuten und siegte wie auch 2009 vor dem Schweizer Urs Huber (4:49.24,7 Stunden) vom Team Stöckli Craft. Dritter auf der großen Distanz wurde der Franzose Thomas Dietsch vom Team Bulls. Er benötigte für die 123 Kilometer und 3751 Höhenmeter 4:52.09,9 Stunden. Bester Deutscher war sein Team-Kollege Tim Böhme (4:59.07,6 Stunden) auf dem vierten Rang.

Bei den Damen hießen die drei schnellsten Fahrerinnen der großen Runde: Birgit Söllner (D) vom Team Firebikes (5:44.53,2 Stunden), gefolgt von der Niederländerin Arielle Boek-van Meurs (5:56.39,9 Stunden) und Anna Baylis-Scheiderbauer (D) vom Team Felt Ötztal X-Bionic Worldcup Team (6:30.54,2 Stunden).

„Die Resonanz der Teilnehmer war in diesem Jahr wieder durchweg positiv“, freut sich Streckenchef Volker Schröder, der im vergangenen Jahr die drei Runden komplett überarbeitet hat. Seit diesem Jahr zählt der Willinger Marathon offiziell als UCI-C3-Rennen. Dass auch so viele Profi-Fahrer beim diesjährigen Rocky Mountain BIKE Marathon powered by Vaude gestartet sind, freut den Streckenchef ebenfalls sehr. „Die Profis haben großen Gefallen an diesem typischen Mittelgebirgsrennen gefunden. Es scheinen jedes Jahr mehr zu werden“, so ein zufriedener Volker Schröder.

Am Samstagabend stand die UEC Europameisterschaft 2010 im 4X auf dem Programm. In spannenden Vorläufen haben sich letztendlich 32 Männer und 14 Frauen für die Final-Läufe qualifiziert. Bei den Damen bestritten im letzten Heat die vier Top-Favoritinnen den Kampf um die EM-Krone. Die Führende im Weltcup Romana Labounkova aus Tschechien setzte sich am Ende in einem spannenden Lauf durch und sicherte sich den EM-Titel. Auf dem zweiten Rang landete die Titelverteidigerin Anita Molcik aus Österreich, Platz drei ging an die 4X-Weltcup-Siegerin von 2009, Anneke Beerten aus den Niederländen. Die Vize-Weltmeisterin von 2008, Jana Horakova -ebenfalls aus Tschechien- wurde vierte. Steffi Marth erreichte einen tollen fünften Platz und war damit beste deutsche Teilnehmerin bei dieser 4X-EM.

Bei den Herren sorgte zunächst der Ausfall von Guido Tschugg am Freitag für Aufregung. Beim Downhill-Training brach sich die deutsche EM-Hoffnung den Fuß und musste daher frühzeitig abreisen. Jetzt sollte es Johannes Fischbach richten und den Titel nach Deutschland holen. Doch aufgrund eines kleinen Fahrfehlers schaffte er es nur ins „kleine“ Finale.

Dieses dominierte der 4X-Pro aber wieder deutlich und konnte die EM als Fünfter vor dem Vorjahressieger Michal Prokop aus Tschechien beenden. Der Niederländer Joost Wichmann war an diesem Tag aber von Niemandem zu bezwingen. Er gewann auch das letzte Rennen überzeugend und wurde verdient UEC Europameister im 4X 2010. Den zweiten Platz und damit die Silber-Medaille sicherte sich der Tscheche Tomas Slavik. Bronze ging an Wichmanns Landsmann Jurg Meijer. Platz vier belegte Roger Rinderknecht aus der Schweiz.

Am Sonntag war das Festival-Programm ebenfalls gespickt mit vielen sportlichen Höhepunkten. Bei der Scott Junior Trophy powered by Milka gingen insgesamt 250 Kinder an den Start. Damit war das wohl bedeutendste Kinderrennen Europas nach 2009 erneut ausgebucht.

Auch beim Specialized Enduro Ride powered by Shimano war kein Startplatz mehr zu bekommen. Mit 160 gemeldeten Enduro-Bikern war dieser Side-Event erstmals ausgebucht. Schnellster Enduro-Fahrer wurde der 13-fache Deutsche Downhill-Meister Marcus Klausmann, der am Sonntag auch noch das Finale von Milka Wheels of Speed powered by Shimano bestreiten musste. Platz zwei beim Specialized Enduro Ride ging an Andre Wagenknecht gefolgt von Nino Antic. Schnellste Enduro-Bikerin wurde die Cross-Country-Spezialistin Ines Thoma vor Jasmin Kosubek und Yvonne Lindecker.
Als abschließendes Highlight am Sonntag stand noch das Finale von Milka Wheels of Speed powered by Shimano auf dem Festival-Programm. Doch bevor die Downhill-Elite den Ettelsberg hinunter jagen konnte, lieferten 20 Dirtbiker eine beeindruckende Flug-Show beim Dirt-Contest Scott an Air ab. Deutschlands bekanntester Dirt-Biker Timo Pritzel hatte die Elite des Dirtjumps wieder nach Willingen geholt. Unter den Augen der drei Juroren Markus Hampel, Tibor Simai und Orlando Sarioglou zeigten die Biker in zwei Durchgängen je drei Sprünge. Am Ende kürte die Jury Amir Kabbani als besten Dirtjumper dieses Wettkampfs. Seine extrem hohen und spektakulären Sprünge sorgten auch bei den mehr als 1000 Zuschauern für eine grandiose Stimmung. Felix Rosendahl wurde von der Scott-on-Air-Jury auf Platz zwei gewählt. Dritter wurde der Schwede Linus Sjöholm. Im Anschluss startete direkt neben dem Air-Contest-Parcours das Downhill-Rennen Milka Wheels of Speed powered by Shimano.

Weit mehr als 2.000 Zuschauer im Zielbereich und an der Strecke oberhalb des Ettelsbergs wollten sich dieses spektakuläre Abfahrtsrennen mit den weltbesten 32 Downhill-Profis und acht besten Amateur-Fahrern nicht entgehen lassen. Insgesamt hatten sich 214 Fahrer (Profis und Amateure) für Milka Wheels of Speed powered by Shimano gemeldet. Die Stimmung und das sonnige Wetter sorgten noch einmal für eine tolle Festival-Atmosphäre zum Ende des dreitägigen Events. Als nur noch der Top-Favorit, bester der Qualifikation und Vorjahressieger Gee Atherton oben am Start auf seinen entscheidenden Lauf wartete, saß unten im Ziel auf dem „Hot-Seat“ Aaron Gwin (Yeti Team) aus den USA. Er hatte von den bis dahin 37 gestarteten Pros als Schnellster das Ziel erreicht. Mit einer Zeit von unglaublichen 1.50,06 Minuten stellte er zudem den Streckenrekord von Gee Atherton (1:51,09) aus dem Jahr 2009 ein. Die Spannung war enorm und jeder wartetet auf die erste Zwischenzeit des Engländers. Als diese schließlich angezeigt wurde, stand bereits fest, dass Aaron Gwin von Position eins nicht mehr zu verdrängen ist. Atherton stürzte in der ersten Passage der 1,5-Kilometer langen Downhill-Strecke und war damit aus dem Rennen um die vorderen Plätze. Der zweite Platz ging an den Südafrikaner Greg Minnaar (Santa Crus Syndicate) mit einer Zeit von 1.50,26 Minuten. Sein Landsmann Andrew Neethling benötigte 1.50,99 Minuten und wurde Dritter. Bester deutscher Fahrer wurde erwartungsgemäß Marcus Klausmann (A.T.G. Pro Team). Bei ihm stoppte die Uhr nach 1.56,01 Minuten. Schnellste Frau auf der Piste war Rachel Atherton (Commencal) mit 2.06,15 Minuten. Als beste deutsche Downhill-Fahrerin trug sich Antje Kramer (Giant/Sram/O’Neal) in die Siegerliste ein. Ihre Zeit: 2.13,82 Minuten. Platz zwei in der Profiklasse der Damen erreichte Clair Buchar (ChainReactionCycles/Intense) aus Kanada. Ihre Zeit: 2.13,82 Minuten.

„Wir haben mit Milka Wheels of Speed ein Downhill-Rennen in Willingen geschaffen, das mittlerweile zu den Top-Rennen in der Welt zählt. Die Besten der Besten wollen hier unbedingt dabei sein. Das ist ein großer Erfolg, auf den wir stolz sein können“, so Christian Stephan, OK-Chef des Festivals. „Mit der UEC Europameisterschaft im 4X haben wir 2010 ein weiteres Highlight nach Willingen geholt. Wir arbeiten daran und sind zuversichtlich, dass wir 2011 in Willingen einen World Cup im 4X und Downhill ausrichten können. Die Voraussetzungen dafür sind recht gut und mit der Durchführung der 4X-EM in diesem Jahr haben wir gezeigt, was in Willingen alles möglich ist“, wagt Christian Stephan abschließend eine positive Prognose für das BIKE Festival 2011.

PDF: Pressemitteilung 13. Sympatex BIKE Festival Willingen


Quelle: Carsten Hark, Delius Klasing Verlag, Tel. 0521 – 55 99 04,
E-Mail: c.hark@delius-klasing.de